Wenge
Dieses wertvolle Furnierholz wird in den tropischen Regenwäldern Westafrikas gewonnen. Dort wächst Wenge als bis zu 20 m hoher Laubbaum. Der Splint ist hell, fast weiß, wohingegen der Kern fast schwarz wirkt. Die Verarbeitung zu Furnier erfordert eine intensive Bedampfung und es muss heiß gemessert werden, wobei es meist flach oder „stay-log“ geschlagen. Verwendet wird Wenge für Tischplatten, Möbel, Vertäfelung oder als Parkett.
Optisch ist Wenge sehr dunkel, mit abwechselnden Brauntönen zwischen Kaffebraun und schwarz-violett. Es dunkelt nach, mit geradfaseriger Struktur. Wenge zeichnet sich durch seine hohe Resistenz gegenüber Witterung, sowie Pilz- und Insektenbefall aus. Jedoch leidet Wenge auch häufig unter Wurmstich im Holz. Mit einer Dichte ist nur geringfügig kleiner als die von Wasser.Trotz seiner Härte lässt Wenge sich mit allen Werkzeugen gut bearbeiten, wobei jedoch ein größerer Kraftaufwand von Nöten sein kann. Der erhöhte Harzanteil kann Werkzeuge verschmutzen. Wird die Trocknung langsam gesteuert, so ist die Gefahr des Reißens und Werfers nicht sehr groß. Das Holz ist schwer zu lackieren.
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Quellen:
Fritz Kohl, 2012, „Furniere“, Seite 253Begemann, Helmut F., 1962, Lexikon der Nutzhölzer, Seite 854
Bilder: "Templin Furnier e.K."