Pappel Maser / Mapa

Pappel Maser / Mapa

Dieses Furnier wird aus der Schwarzen Pappel gewonnen, ein über ganz Europa verbreiteter Laubbaum. Wie so viele Maserfurniere ist Pappel Maser, auch Mapa genannt, aus einer Baumknolle gewonnen. Im Gegensatz zu beispielsweise Nussbaum Maser wird bei der Pappel jedoch ein Stück vom Stamm und nicht von der Wurzelknolle verarbeitet, was sich in deutlich mehr Astlöchern im Furnier darstellt. Durch diese Astlöcher kommt der Eindruck von einer Maserung zustande.
Pappel Maser wird als Schälfurnier gewonnen. Bestände für die Furnierproduktion finden sich in Deutschland, Frankreich und Osteuropa. Pappel ist mit einer Dichte von 0,45 g/cm3 recht leicht und auch nicht besonders hart.
Die Bearbeitung von Mapa Furnier ist mit allen mechanischen Werkzeugen leicht durchzuführen, jedoch sollten die Werkzeuge dabei sehr scharf sein um ein Ausreißen der Oberfläche zu verhindern. Man sollte den maserartigen Wuchs im Hinterkopf behalten. Gerade die Trocknung wirft deshalb Probleme auf. Auch bei sehr vorsichtiger und langsamer Trocknung kann ein Ausreißen nicht ausgeschlossen werden.
Es wird empfohlen, kleine Löcher im Holz mit Holzpaste vor der mechanischen Bearbeitung auszufüllen.


 

13 bis 20 (von insgesamt 20)
Quellen:
Fritz Kohl, 2012, „Furniere“, Seite 263
Begemann, Helmut F., 1962, Lexikon der Nutzhölzer, Seite 614
Bilder:  "Templin Furnier e.K."