Tanne
Die Tanne ist in Mittel- und Südeuropa beheimatete Nadelbaumart. Bekannt ist die Tanne vor allem wegen ihrem Einsatz als Weihnachtsbaum, wobei auch manchmal Fichten dafür zum Einsatz kommen. Tanne und Fichte sind sehr ähnlich, auch die Hölzer sind nur schwer voneinander zu unterscheiden, wobei Tanne jedoch keine Harzgallen ausbildet.
Verwendung findet Tannenholz als Konstruktionsholz, als Blindholz im Möbelbau oder für Musikinstrumente. Das Holz ist gelbweiß bis rotweißlich gefärbt, mit geradfaserigem Verlauf, feiner Textur und scharf getrennten Jahresringen. Kern- und Splintholz sind nicht klar getrennt und es gibt kaum Kernverfärbung. Mit einer Dichte von 0,45 g/cm3 ist Tannenholz recht leicht. Auch ist es weich und wird leicht von Insekten befallen.Die mechanische Bearbeitung von Tanne ist mit allen Werkzeugen leicht und sauber auszuführen, wobei sich im Vergleich zu Fichte sehr glatte Oberflächen erzeugen lassen und Verschmutzung der Werkzeuge durch fehlende Harzgallen ausbleibt.
Die Trocknung vollzieht sich sehr schnell, was allerdings ein starkes Reißen im Kernholz hervorrufen kann, dabei jedoch kein großes Risiko des Werfens besteht.
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Quellen:
Fritz Kohl, 2012, „Furniere“, Seite 57Begemann, Helmut F., 1962, Lexikon der Nutzhölzer, Seite 773
Bilder: "Templin Furnier e.K."